Freitag, 20. Februar 2015

familiengeflüster


Die Jahre sind ins Land gestrichen. Die Zeit verging fast wie im Flug und vieles ändert sich. Ich glaubte gereift zu sein, gewachsen und gebildeter zu sein. Glaubte, endlich mit dem abzuschließen, was mich wohl immer zeichnen wird. Doch bedarf es nur weniger Worte, um mir den Halt zu entziehen, mir alles zu nehmen, was mir wichtig ist. Mein Vertrauen, meine Liebe, meine Ideale. Wo bin ich unter all diesen Worten geblieben, wo ist das, was ich einst sein wollte und glaubte, zu sein? Wo bin ich? Ich habe mich verloren, die Tränen verdecken das, was ich mir mühsam erarbeitet hatte. Ich kann nicht glauben, alles wieder zu verlieren.

- - - 
Es passiert so viel, was ich nicht beeinflussen kann. Ich vermisse die Kontrolle. Ich hasse die Abhängigkeit und doch gebe ich mich immer wieder hin. Ich wünsche mir doch nichts sehnlicher, als das Glück. Glück finden in der Verbindung, die andere Familie nennen.

Wo ist meine Ohana?

Sonntag, 30. März 2014

gefühle: alleinsein

Das Gefühl übermannt mich. Es nimmt mich ein, wie die die größte Welle jedes Korn. Staub liegt in meinen Augen, sie tränen. Wasser schlägt mir ins Gesicht, getrocknete Kruste von Tränen. Die Maske fällt, denn das Gefühl des Allein-seins nimmt Überhand. Es drängt mich in die Ecke, löst längst vergangene Gefühle aus. Es bringt meine Ordnung aus dem Gleichgewicht. Wo ist meine Familie, wo seine meine Freunde, mein Freund? Wo sind die Menschen, wenn ich sie am meisten brauche? Wieso zeige ich ihnen nicht, dass ich sie brauche? Wieso sitze ich schon wieder hier, allein, im See meiner eigenen Trauer? 

ALLEIN SEIN
SIE WOLLTE NIE MEHR ALLEIN SEIN.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Drehung

So viele Gefühle nehmen mich ein. Sie drehen sich. Ich drehe mich. Ich kann nicht klar denken. Wo ist die Struktur, wo ist mein Weg? Wohin ist meine Stärke verschwunden? Ich kann sie nicht ordnen, all diese Gefühle. Wut, Trauer, Verlust. Liebe? Wieso habe ich so große Angst davor jemanden zu mögen. Was ist falsch mit mir? Warum kann ich nicht jemandem vertrauen, der mir wichtig ist? Warum habe ich so dermaßen große Angst davor glücklich zu sein? Spreche ich es mir nicht zu? Verdiene ich es nicht? Will ich glücklich sein? Ja! Darf ich es? Ich weiß es nicht. Verdiene ich es? Ich weiß es nicht. So viele Gedanken und Gefühle, die mich einnehmen und kein Gedanke, kein Gefühl lebt sich voll aus. Funken bilden ein Bild des Zweifels. Wieso zweifle ich an mir? Wieso zweifle ich an meinen Gefühlen? Wieso kann ich nicht einfach sicher sein mit dem Glück, das mir eventuell gar nicht zu steht? 

So viele Gefühle nehmen mich ein. Sie drehen sich. Ich drehe mich. 


Sonntag, 15. September 2013

memories never fade



Es ist lange her. Viel zu lange. Ich gedenke meiner Erinnerung. Ich gedenke meinen Freunden, die schon lange nicht mehr meine Freunde sind. Ich gedenke meiner Familie, die schon lange nicht mehr meine Familie ist. Ich gedenke meinem besten Freund, der schon lange nicht mehr mein bester Freund ist. Ich gedenke meiner unbefleckten Seele, die schon viel zu lange nicht mehr unbefleckt ist. Ich wünschte mir es wäre alles anders verlaufen.

Wo ist der Frieden hin? Wo ist die Glückseligkeit hin? Wo ist der Optimismus hin? Wo ist die Unbekümmertheit hin? Wo bin ich? Wo möchte ich sein? Was ist passiert? Zu viel. Wo sind die Personen, die für mich einst alles waren? Verschwunden. Wieso? Wegen mir. Ich war eine Last, die nicht mehr zu verantworten war. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Mein Kopf dröhnt, er dreht sich und meine Gedanken mit ihm. Seit langem habe ich wieder das Gefühl den Halt zu verlieren. Wo ist mein Anker, wo ist er hin? War er jemals da? Die Tränen zeichnen ihren Weg, tiefe Fugen auf meinen Wangen. Zu viel habe ich Tränen vergossen, zu viel habe ich gelitten, doch zu wenig habe ich auf die geachtet, die mir wichtig waren. Warum? Warum tat ich das, was ich tat? Wieso habe ich nichts gemerkt? Wieso war ich so naiv? Wieso ist mein Leben so gelaufen, wie es lief? WARUM?

Ich vermisse dich so schrecklich. Ich vermisse euch so schrecklich. Warum habe ich das Weite gesucht? Warum war ich so furchtbar dumm und habe euch im Stich gelassen? Warum habt ihr mich im Stich gelassen? Warum musste ich die schrecklichsten Momente meines Lebens ohne euch durchleben? Warum habt ihr mich allein gelassen? Ich will nicht alleine stark werden, ich will nicht alleine durch die Tränen gehen. Ich will nicht alleine vergessen und vergessen werden. Ich will nicht ohne euch sein! Ich brauche euch.

Ich brauche dich. Dich und deine Worte, doch ich bin nur eine Last. Eine Last für dich. Du lebst besser ohne mich, wie du meinst. Doch ich, ich vermisse dich. Aber interessiert das jemanden? Ich dachte wir wären Freunde. Ich dachte wir wären mehr als das. Seelenverwandte. Doch seit ich ohne dich kämpfen muss habe ich jeglichen Glauben an jene Bindung verloren. Ich hatte meine Seelenverwandte, ich hatte sie und wollte sie nie wieder gehen lassen. Und nun? Nun stehe ich ohne sie da, in den schlimmsten Momenten meines kurzen Lebens. Ich wische mir die Tränen weg, ohne zu merken, dass die nächsten schon unaufhaltsam warten. Hörst du mich schreien, fluchen, kreischen? Nein? Wirst du das lesen? Wirst du es dir zu Herzen nehmen und dich irgendwann in der Lage dazu fühlen den Kontakt zu mir zu suchen? Wer weiß. Ich werde warten, ich werde dich nicht hassen und nicht vergessen. Niemals. Du hast für immer einen Platz in meinem Herzen. Für immer. Niemand wird ihn dir streitig machen. Du hast wohl einen der größten Teile und willst ihn nicht. 

Ich will niemandem eine Last sein. Ich will nicht, dass es dir schlecht geht. Ich will, dass du glücklich bist. Glücklich mit deinen Freunden. Ich will, dass du mit dir im Reinen bist. Ich will, dass du zufrieden bist und nichts bereust. Ich will dir nicht wehtun. Ich will, dass du all das schreckliche deines Lebens hinter dir lässt und ein neues Leben beginnen kannst. Und wenn es nicht anders geht, dann ohne mich. Aber du sollst dir sicher sein, dass ich dich niemals vergessen werde. So vieles ist passiert, was ich gerne mit dir - nur mit dir - geteilt hätte, doch du hast dich gegen mich entschieden. Es schmerzt so unendlich zu lesen, was geschah, ohne das ich es merkte. Es tut so unendlich weh dich nicht bei mir zu wissen und mit dir Freud und Leid zu teilen. Es tut so unendlich weh ohne dich zu leben, doch es ist für dich wohl das Beste. Und so muss ich akzeptieren, dass das, was uns verband, für dich keinen Wert mehr hat. 

Du lebst ein neues Leben. Ein Leben, das dich hoffentlich glücklicher macht. Ein Leben, das du wirklich leben willst. Wir haben uns beide verändert. Wir haben beide Dinge erlebt, uns entwickelt. Wir werden erwachsen. Und dennoch verbindet uns eine unauslöschliche Vergangenheit. Erinnerungen, die schmerzen. Erinnerungen, die ich niemals missen möchte. Erinnerungen, die für mich mehr bedeuten, als mir die Zukunft jemals geben kann. Du warst, bist und wirst auch immer alles sein, was für mich wichtig ist. Und auch wenn es schmerzt dich gehen zu lassen und ein eigenes Leben, allein, zu führen, muss ich das akzeptieren.

Lebe wohl, Keksi-Caro.