Die Zeit vergeht und die Zeiger der Uhr rasen schneller als mein Auge sie erfassen kann. Es passiert unendlich viel in einer Sekunde meines Lebens und es passiert nichts in den Jahren, die vergehen. Ich weiß nicht mehr, was wichtig ist und was niemals wichtig sein wird. Ich bin unsicher dem gegenüber, was nun präsent ist und glaube nicht, was ich sehe. Denn nichts in unendlich und alles ist vergänglich. Besonders an Abenden wie diesen bemerke ich erst, wie schnell das Leben vergeht und wie wenig Situationen der Glückseligkeit du nur erfasst.

Du bist in mein Leben getreten, hast eine Spur hinterlassen und bist dir dieser nicht bewusst. Du regierst meine Gedanken und verwirrst meinen Verstand und meinen Körper. Zu oft stiehlst du mein Bewusstsein. Zu selten bist du bei mir, als dass ich realisieren könnte, dass es Realität ist. Wieso bist du an meiner Seite, in Momenten meiner Schwäche? Wieso siehst du, was niemals wieder ein Mann sehen sollte? Ich kann das Schicksal sechzig Mal fragen und kriege keine Antwort. Wieso habe ich mein Herz schon wieder verschenkt und gebe dir das Messer in die Hand, vor dem ich die meiste Angst habe? Ich verstehe mich selbst nicht mehr und ich weiß nicht, was mich an diesem Abenteuer so reizt. Was macht dich so besonders, was unterscheidet dich von den Arschlöchern der Welt? Wieso glaube ich, dass du mich verstehen könntest? Ich weiß es nicht mehr.
AND NAIVE.
Ich bin dumm und naiv gewesen. Vielleicht bin ich es auch heute noch. Ich ging davon aus, dass die eine Freundin immer meine sein wird. Dass ich ihr immer bedingungslos vertrauen kann und dass ich gerade von dieser Person niemals enttäuscht werde. Doch jetzt wird mir erst bewusst, dass ich genau diese verloren und dafür jemanden gewonnen habe, den ich lange abgeschrieben habe. Ich hoffe für diese eine Person, dass sie jemanden finden wird, der das für sie ist, wie meine neue alte Person für mich ist.