ich sehe den Spiegel, doch was zurückschaut bin nicht ich. verwirrt berühre ich das Bild und es zerspringt in tausend Teile. wo bin ich und wohin will ich gehen? worte durchqueren meinen Kopf, hinterlassen jedoch keinen Eindruck. mein Leben ist eine Karte; jeder sieht auf die hinab, in der Hoffnung, sie würde ihm helfen und Spuren der Benutzung formen sich in Splitter. was wünsche ich, wer will ich sein? mein Kopf dröhnt. gedanken übernehmen meinen Tag. wie soll ich sein?
jeder Tag verlangt mehr Kraft.
entzieht dem Leben jede Hoffnung.
die Augen fallen zu
und die letzte Träne fällt.
Schwäche wächst und wächst.
Optimismus fällt nun schwer.
alles endet.
mein glaube gilt der einen sache. die, die mein leben als solches formt. was, wenn sie zerbricht. wenn mein halt verschwindet und die qualen überhand über mein leben nehmen? der regen zeugt von bitterkeit und verlass. die einsamkeit dominiert und der raum wird kalt. das blut pulsiert und rinnt brennend heiß auf meinem leib. jeder schnitt vergeht mit einem schrei. dem, der verzweiflung.
Auszug aus meinem Tagebuch:
"08.Januar.2011. Ich bin tot.
Ich fühle mein Herz nicht mehr. Ich sehe die Tropfen auf dem Papier. Sie durchweichen alles. Sie sind wie der Schmerz in meinem Leib. Durchdringen alles, was sie können. Und der Schmerz durchdringt mein Leben. Mein Hoffnung. Meine Freude. Das rot gefärbte Taschentuch bezeugt meine Liebe. Die, die nun auf ewig gebrochen sein wird. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Ich bin tot."
"01.Juni.2011. Glück, Liebe, Hoffnung.
Ich liebe dich. Nun blicke ich hinab auf die Zeit, in der ich der Hoffnung überlegen schien. Blicke hinab auf die Narben, die meinen Arm zieren. Schmunzle bei dem Gedanken, aus welchem Grund sie entstanden sind. Ich sehe mit erhobenem Haupt in mein Spiegelbild und lächle, wenn ich mich betrachte. Die Energie durchströmt meinen Körper und ich will einfach nur schreien vor Glück. Ich danke dir. Ich liebe dich dafür, dass du mich gerettet hast."
"21.09.2011. Alles von Neuem.
>Das rotgefärbte Taschentuch bezeugt meine Liebe.< Die Qual, die Pein, die Schwäche durchzieht mich und meine Wünsche. Habe das Bild verloren, sehe nicht mehr mich im Spiegel. Du hast mich gerettet, aus der elendigen Depression. Doch nun, versteh, du stößt mich wieder hinein."
i can't do anything. i must wait.
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